Behandlung von Kindern mit Angst vor Übelkeit und Erbrechen
Ein sanfter, schrittweiser Weg aus der Angst – für Ihr Kind und Ihre Familie.
Die Angst vor Übelkeit und Erbrechen (Emetophobie) tritt bei Kindern häufiger auf, als viele Eltern vermuten. Oft beginnt sie nach einem Magen-Darm-Infekt, nach einer belastenden Erfahrung oder auch ganz schleichend, wenn ein Kind besonders sensibel auf körperliche Signale reagiert.
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Wichtige Unterscheidung
Oft wird dieses Verhalten fälschlicherweise als Essstörung interpretiert. Es handelt sich jedoch in der Regel um eine spezifische Angststörung.
Häufige Verhaltensmuster sind:
Vermeidung von bestimmten Lebensmitteln aus Angst, sie könnten schlecht sein.
Essen von nur noch sehr kleinen Mengen
Ständiges „Hineinhorchen“ in den Körper auf der Suche nach Übelkeit.
Vermeidung von Situationen, in denen das Kind nicht schnell fliehen kann (Schule, Ausflüge, Autofahrten).
Die Angst verstehen
Die Emetophobie (Angst vor dem Erbrechen) zeigt sich bei Kindern oft auf sehr individuelle Weise.
Angstgedanke
Anspannung
Körpersymptom
Was im Körper des Kindes passiert
Der Körper des Kindes befindet sich bei dieser Angst in ständiger Alarmbereitschaft. Diese Anspannung führt oft zu echten körperlichen Symptomen wie Bauchschmerzen oder sogar tatsächlicher Übelkeit.
Dies bestätigt die Angst des Kindes und ein Teufelskreis entsteht. Unser Ziel ist es, diesen Kreislauf behutsam zu durchbrechen.
Augenbewegungen (EMDR)
Zur Verarbeitung belastender Erinnerungen (z.B. an Situationen, in denen es dem Kind oder anderen übel war) nutzen wir gezielte Augenbewegungen, die das Gehirn bei der Verarbeitung unterstützen.
Trance- und Fantasiereisen
Durch geführte Imaginationen helfe ich dem Kind, innere sichere Orte zu finden und Entspannung auf tiefer Ebene zu erfahren.
Klopftechniken (Tapping)
Eine leicht erlernbare Technik, bei der spezifische Punkte am Körper sanft beklopft werden, um akute Stressreaktionen im Alltag schnell zu regulieren.
Körperwahrnehmung
Wir arbeiten spielerisch mit Gedankenmustern und lernen, Körpersignale (wie normales Bauchgrummeln) wieder als ungefährlich einzuordnen.
Methoden in der Arbeit mit Kindern
Kinder brauchen kindgerechte, spielerische Zugänge. Ich nutze verschiedene erprobte Methoden, um das Nervensystem zu beruhigen und die Angst zu verarbeiten.

Mein Ansatz
Die Therapie ist auf etwa 10 Sitzungen ausgelegt und kann flexibel in meiner Praxis oder online stattfinden. Eine enge Einbindung der Eltern ist dabei ein zentraler Baustein.
Ca. 10 Sitzungen
Praxis oder Online
Die Rolle der Eltern
Ihre Unterstützung im Alltag ist entscheidend für den Therapieerfolg. Wir erarbeiten gemeinsam Strategien, wie Sie Ihrem Kind Sicherheit geben können, ohne das Vermeidungsverhalten unbewusst zu verstärken.