“Guten Morgen, Sonnenschein” heißt es in einem bekannten Song. Und weiter: “Diese Nacht blieb’ Dir verborgen”.

Verborgen bleiben Eltern lange Zeit auch Schlafstörungen bei Kindern. Das liegt zum einen an der Unsicherheit, ob die unruhigen Nächte nicht doch “irgendwie normal” sind. Zum anderen treten die eigentlichen Probleme von Schlafstörungen meist am Tag auf – und können entsprechend falsch gedeutet werden. Ohnehin sind die Symptome, abhängig von Art und Alter des Kindes, überaus unterschiedlich: Ständige Müdigkeit in der Schule oder im Alltag, zudem Lernschwierigkeiten können ebenso auf Schlafstörungen hindeuten, wie ein ständiger Bewegungsdrang und Hyperaktivität.

Schlafstörungen im Kindesalter werden häufig von seelischen Belastungen begleitet. Daher ist es wichtig, Ihr Kind genau zu beobachten, um Probleme rechtzeitig zu erkennen. Symptome von Schlafstörungen bei Kindern zeigen sich vor allem am Vormittag. Wenn das Kind zu diesem Zeitpunkt im Kindergarten oder in der Schule ist, sollten Erzieher und Lehrer in die Beobachtung mit eingebunden werden.

Übrigens entstehen Schlafstörungen nicht von jetzt aus gleich. Sie entwickeln sich langsam, meist über Wochen und Monate. Hinweise sind Einschlafstörungen, häufiges Aufwachen in der Nacht, ohne einfach wieder einschlafen zu können, sowie das Hinauszögern des Zubettgehens. Je früher Schlafprobleme erkannt werden, desto eher kann man sie lösen und Folgen verhindern.

Auch bei Schlafstörungen gilt: Um sie zu behandeln, muss die Ursache erkannt werden. Eine ausführliche Anamnese und Schlafprotokolle sind in meiner Praxis eine erste Herangehensweise.

Bewährt hat sich bei Kindern und Jugendlichen die Hypnosetherapie. Sie ist sanft und führt zum eigentlichen Auslöser eines psychischen Problems. In meiner Praxis arbeite ich dabei mit unterschiedlichen Methoden, jeweils abhängig vom Alter der Patienten. Vor allem bei jüngeren Kindern nutze ich Phantasiegeschichten; ältere Kinder und Jugendliche finden in Rollenspielen den Zugang zum Unterbewusstsein. Denn hier liegen die Ursachen der Symptome.