Wenn wir sprichwörtlich „die Zähne zusammenbeißen“ wollen wir damit eine besondere Anstrengung ausdrücken. Manchmal stehen wir auch vor einer Herausforderung, die keineswegs physischer Natur sein muss, aber unsere besondere Kraft erfordert. Auch dann beißen wir die Zähne zusammen, um Probleme zu meistern und Hürden zu überwinden.

Das Sprichwort stammt aus dem 16. Jahrhundert. Zu dieser Zeit beschrieb die Redensart auch Ärger und Zorn. Die zusammengepressten Zähne lassen uns keine Schmerzen empfinden. Man leidet stumm und versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Johann Wolfgang von Goethe schrieb in seinem Werk “Götz von Berlichingen”: “Ich wollt‘ nicht weinen. Ich wollte die Zähne zusammenbeißen und an meinem Grimm kauen.”

Zentrum von Verspannungen

Ganz gleich, ob wir mit dem Zusammenbeißen der Zähne eine seelische oder eine körperliche Belastung verarbeiten – alles funktioniert über die Kaumuskulatur, speziell im Kiefergelenk. Hier sind Ober- und Unterkiefer beweglich miteinander verbunden. Muskeln umschließen das Gelenk und sorgen mit ihrer An- und Entspannung für eine regelrechte Mobilität beim Beißen, Zerkleinern von Nahrung und, nicht zuletzt, beim Sprechen.

So nüchtern anatomisch die Bedeutung des Kiefergelenks erklärt werden kann, so schnell wird nicht nur beim Betrachten des Sprichwortes deutlich, dass dem Gelenk offenbar eine weitere, entscheidende Funktion innerhalb unseres Körpers zukommt: Es kann schnell und völlig unbemerkt zu einem Zentrum von Verspannungen werden, unter denen wir unbewusst leiden und deren Ursprung wir nicht genau beschreiben können.

Das Kiefergelenk als seelischer Blitzableiter

Der Grund für diese symptomatische Bedeutung des Kiefergelenks lässt sich mit einem ganzheitlichen Blick auf den Organismus erklären. Das Kiefergelenk ist durch seine Lage eine Art Bindeglied zwischen dem Gehirn, der geraden Achse Wirbelsäule und der mit ihr ansetzenden Muskulatur. Meridiane und Nervenachsen sind die Leitbahnen von Störungen, die sich innerhalb des Kiefergelenks manifestieren, aber viel zu lange unentdeckt bleiben.

Emotionale Belastungen, wie Stress und Angst, aber auch Verletzungen an anderen Körperstellen wirken sich früher oder später auf das Kiefergelenk aus und führen nicht nur zu Verspannungen, sondern auch zu einer Fehlstellung. Die Medizin spricht in diesem Fall von einer craniomandibulären Dysfunktion.

Alles auf Anfang

Der Australier Philip Rafferty entwickelte eine spezielle Technik, die Krankheitserscheinungen und seelischen Probleme anzugehen, und zwar über das Kiefergelenk. Seine Methode nannte er „R.E.S.E.T.“, und tatsächlich kann durch sie der gesamte Organismus auf die regelrechte „Ausgangsstellung“ zurückgesetzt werden: Schmerzen und Verspannungen werden deutlich gelindert oder verschwinden ganz; auch andere Probleme, wie beispielsweise Müdigkeit oder Migräne, können durch Raffertys „R.E.S.E.T.“-Technik erfolgreich therapiert werden.

Bei R.E.S.E.T. handelt es sich um eine nicht invasive Mezhode, die also ohne körperlichen Eingriff erfolgt und damit schmerzlos ist. Allein über die Hände wird dem Körper behutsam Energie zugeführt. Das sorgt für eine tiefgehende Entspannung. Verschiedene Körpersysteme werden reaktiviert und wieder in ihr funktionelles Gleichgewicht gebracht.

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