Eine Erkrankung kommt und geht. Das ist bei Erwachsenen nicht anders, als bei Kindern. Und der Normalfall. Doch viele Kinder sind dauerkrank. Ihre Gesundheit stellt sie selbst und ihre Eltern auf eine harte Probe.

Stellt sich die Frage: Wie viele Infekte sind bei Kindern normal? Kinderärzte gehen von bis zu zwölf Infekten pro Jahr aus, abhängig vom Alter und der Situation. Kommt ein Kind beispielsweise in die Kinderkrippe, oder den Kindergarten, wird das noch “unerfahrene” Immunsystem auf eine harte Probe gestellt. Die körpereigene Abwehr muss schließlich erst einmal alle Erreger nach und nach kennenlernen und als “Feind” abspeichern. Mit Beginn der Schulzeit sollte sich die Lage beruhigen.

Nur wenn das Kind auch danach immer wieder unter schweren, meist bakteriellen Infektionen leidet, sollte zunächst der Kinderarzt aufgesucht werden.
Dieser wird nach einer organischen Erkrankung suchen.

Doch viele Immunschwächen haben psychische Ursachen. Nicht zuletzt bei Kindern. Ängste, seelischer Druck durch zu hohe Anforderungen in Alltag und Schule, sowie chronischer Stress erzeugen negative Gefühle – und diese schwächen die Abwehrkräfte. Denn das Immunsystem und das Gehirn befinden sich in einem ständigen Austausch über Hormone. Eines ist das Stresshormon Cortisol. Und auch die Abwehrzellen produzieren mit sogenannten Interleukinen besondere Botenstoffe, welche die Aktivität des Immunsystems steuern. Sind zu viele Interleukine im Blut vorhanden, fährt das Gehirn die Abwehrkräfte herunter – der Körper ist infektanfällig(er).

Dauerkranke Kinder leiden aber nicht nur an Infekten. Auch psychosomatische Krankheitserscheinungen, Diabetes oder Neurodermitis sind mögliche Folgen eines nicht richtig funktionierenden Abwehrsystems.

Um der psychischen Ursache von Dauererkrankungen auf den Grund zu gehen, hat sich bei Kindern und Jugendlichen die Hypnosetherapie bewährt. In meiner Praxis arbeite ich zudem mit der Bioresonanz, der Homöopathie sowie der Ohrakupunktur. Bei Kindern kommen allerdings keine schmerzhaften Nadeln, sondern kleine Kugeln zum Einsatz, die eine sanfte und schonende Therapie bewirken. Unterstützend helfen Entspannungstechniken, wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson.