Erst letztens las ich in der Rheinischen Post einen Artikel mit dem Titel: „Depressionen – nicht immer müssen es Medikamente sein“. Und da die Inhalte so wichtig und lehrreich sind, möchte ich sie heute in diesem Blogartikel aufgreifen.

Doch zunächst müssen wir ein paar Begrifflichkeiten klären. Denn „Psychopharmaka“ sind nur der Oberbegriff für Medikamente, die bei psychischen Leiden helfen sollen. Dabei gibt es die Antipsychotika sowie die Antidepressiva. Letztere machen nicht abhängig, wie oftmals behauptet und auch müde oder träge machen sie nicht.

Das Positive: Generell brauchen die meisten Patienten mit Depressionen gar keine Antidepressiva. Solange der Patient sein Leben noch selbst steuern kann, das heißt, er einen geregelten Alltag hat: Er morgens zur Arbeit geht, Freunde trifft und Hobbies nachgeht. Hier hilft eine Psychotherapie. Erst wenn der Patient zu vereinsamen droht, das heißt keine Kontakte mehr pflegt, sollte die Therapie medikamentös mitbegleitet werden.

Wie kann die Außenwelt das erkennen? Anzeichen sind beispielsweise, wenn die Person glaubt, dass sie verarmen und unter der Brücke landen wird, obwohl es dafür keine Gründe gibt. Sprich, ein geregeltes Einkommen vorliegt. Auch die panische Angst vor einer schlimmen Krankheit kann ein Zeichen sein. In diesem Stadium helfen Antidepressiva, weil eine Psychotherapie allein bei den meisten Patienten nicht greifen würde. Sie können an diesem Punkt kaum den Teufelskreis unterbrechen, da sie von ihren schrecklichen Vorstellungen zu sehr gefangen sind. Antidepressiva verhelfen dem Patienten zu mehr Schlaf, Ruhe und helfen ihm wieder ansprechbar zu werden. Einen Nachteil haben die Medikamente aber doch: Da jeder Patient unterschiedlich reagiert, braucht der behandelnde Arzt meist mehrere Wochen, um das passende Medikament zu finden. Die Psychotherapie ist daher ein wichtiger Bestandteil der ganzheitlichen Therapie.

 

Doch wo entsteht die körperliche Verzweiflung: im Gehirn. Hier liegt die Glücks- sowie die Trauerzentrale des Menschen. Das bedeutet, welche der beiden reagiert, hängt von den Botenstoffen im Gehirn ab. Und diese kann man mit Antidepressive direkt ansteuern. Fazit: Die Probleme verschwinden durch Antidepressiva nicht, aber die dunkeln Wolken lichten sich, wodurch Betroffene mit einer gezielten Psycho- bzw. Verhaltenstherapie langfristig geholfen werden kann.

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